Gift und Galle statt Geld und Geist im Gotthelfdorf

Unter der Rubrik Leserbriefe ist am 04.Dezember 2013  meine Zuschrift in der Berner Zeitung erschienen:

«Lützelflüh: Ein neues Pfarrhaus und ein Eklat»

«Dann bin ich halt ein schlechter Demokrat»

Bea Schütz behauptet, dass das vorzeitige  Verlassen der Kirchgemeinde Lützelflüh  ein Zeichen für schlechte Verlierer sei, also schlechte Demokraten. Nun, dann bin halt ein schlechter Demokrat.    Was ist dann aber, wenn Bea Schütz bei der Pfarrwahl die Nein-Stimmen nicht feststellen lässt, sondern behauptet, die entsprechenden Personen hätten sich der Stimme enthalten.    Ich war ein Gegner des Pfarrers – nicht aus persönlichen Gründen-, wurde aber „demokratisch“ zu den sich „enthaltenden Wählern“ gezählt!   Bea Schütz hat mit dem Pfarrwahlergebnis (132 Ja bei 6 Enthaltungen) ein Abstimmungsergebnis verkündet, das nicht den Tatsachen entspricht.                                                                                                                                                                                         Die evangelische Landeskirche in der heutigen Form ist ein Auslaufmodell, man denke da nur an den Mitgliederschwund und das sich verändernde Gottesverständnis, ein Marschhalt wäre angezeigt gewesen                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Nun, die Mehrheit hat es anders gesehen. Ich muss mich schon fragen, ob ich weiterhin dieser Kirchgemeinde angehören soll.

H.U.Luethi, 3435 Ramsei

                                                                     

Dieser Leserbriefartikel hat  einiges bewirkt: bereits Stunden nach dem Erscheinen wurde ich von Frau Christen, Reporterin vom „Telebärn“, zu einer Stellungsnahme aufgefordert um zu begründen, warum ich die Versammlung verlassen hätte.

Sie können hier im Beitrag von Telebärn die Stellungnahme von Frau Schütz und mir anschauen:

Frau Schütz erklärt, „sie sei sich keiner Schuld bewusst, die Stimmenzähler hätten es so kommuniziert“. Die Aufgabe der Stimmenzähler ist doch die Zahl der Anwesenden festzustellen, im Wahlgang die Zahl der Ja-Stimmen und im gleichen Geschäft die Zahl der Nein-Stimmen dem Versammlungsleiter mitzuteilen. Alles andere gehört nicht in die Kompetenz der Stimmenzähler. Hier hätte die Versammlungsleitung korrigierend eingreifen müssen! Für verschiedene Personen, die die Versammlung verliessen, waren auch die langfädigen  Ausführungen und Voten (2 Traktanden in 2 Stunden!) ein Grund.  Die Wahl des neuen Pfarrers fand entsprechend dem Kirchgemeindereglement statt. Es wäre der Versammlungsleitung wohl angestanden, wenn sie im Vorspann wenigstens einige wichtige Eckpunkte dieses Reglementes erwähnt hätte!

Viele kritische Stimmen haben es bis heute nicht überwunden, dass die Kirchgemeinderatspräsidentin und ihr Ehemann zur Miete im ehemaligen Pfarrhaus wohnen. Viele sind überzeugt, dass dort die Amtsräume des Pfarrers hätten eingerichtet werden können und es kein neues Pfarrhaus gebraucht hätte (die Kirchgemeinde gehört ja auch zum Trägerverein des Gotthelfzentrums).

Das Ehepaar Schütz kenne ich von vielen Begegnungen und schätze es sehr, doch im Gotthelfdorf  polarisiert es  zu stark.

In unserer Kirchgemeinde müssen Aenderungen eintreten, sonst wird sie nicht zur Ruhe kommen.

                                                                                                                                                                                                  

Ich habe hier meine Meinung kundgetan und werde mich zu diesem Thema nicht mehr äussern!

 

 

 

 

 

 

Kommentare

1 Kommentar zum Artikel “Gift und Galle statt Geld und Geist im Gotthelfdorf”
  1. Marianne Sossoyan sagt:

    Hut ab Hansueli, das hesch guet gmacht, es ist auch ganz in meinem Sinne, dene mau z“säge „wo Gott hocket“.

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